Satzung



Satzung


Misalisa e.V.
Verein zur Förderung der Selbsthilfe in der Demokratischen Republik Kongo



I. Präambel

Alle Menschen sind aufgerufen, sich für ein gleichberechtigtes, partnerschaftliches und tolerantes Zusammenleben von Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Nationalität und Religion einzusetzen und durch ein verantwortungsbewusstes Handeln für die Achtung vor dem Leben und unseren natürlichen Lebensgrundlagen einzutreten.

II. Allgemeines

§ 1
Name und Sitz des Vereins, Geschäftsjahr

1.1 Der Verein führt den Namen "Misalisa e.V., Verein zur Förderung der Selbsthilfe in der Demokratischen Republik Kongo“.
1.2 Der Verein soll im Vereinsregister eingetragen werden.
1.3 Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.
1.4 Sitz des Vereins ist Stuttgart.

§ 2
Ziel und Zweck des Vereins

2.1 Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (§§ 51ff) in der jeweils gültigen Fassung.
2.2 Der Zweck des Vereins wird verwirklicht insbesondere durch folgende Maßnahmen: Initiierung, Unterstützung und Umsetzung von gemeinnützigen, bedürfnisorientierten Projekten in folgenden Bereichen:
- Bildung
- Generationenübergreifende Hilfsprojekte
- Kunst und Kultur (Musik, Theater, Film)
- Ländliche Entwicklung
- Nachhaltigkeit
2.3 Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
2.4 Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Mitglieder können Kostenerstattung für tatsächlich entstandene Aufwendungen erhalten.

2.5 Der Verein unterstützt Projekte vor Ort und eigene Projekte, deren Ziel die Verbesserung der allgemeinen Lebenssituation, insbesondere der Kinder und Jugendlichen, aber auch der Erwachsenen ist.
2.6 Der Verein verfolgt den Austausch und die Kooperation mit vereinsexternen in der Entwicklungshilfe aktiven Personen, Vereinen, Organisationen und Institutionen.
2.7 Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
2.8 Der Verein erhält seine Mittel durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und das Akquirieren von Sponsorengeldern und von Sachspenden.

§ 3
Mitgliedschaft

3.1 Mitglied des Vereins kann werden: jede natürliche oder juristische Person, die die Ziele und Interessen des Vereins unterstützt.
3.2 Zu Ehrenmitgliedern können Personen ernannt werden, die sich besondere Verdienste um die vom Verein verfolgten Ziele erworben haben.
3.3 Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Vorschlag des Vorstandes oder der Mitgliederversammlung mit der Mehrheit der erschienenen und vertretenen Mitglieder.
3.4 Die Ernennung kann auf die gleiche Weise wieder rückgängig gemacht werden.
3.5 Ehrenmitglieder sind zur Mitgliederversammlung einzuladen, auf der sie ein Rederecht, aber kein Stimmrecht haben, es sei denn das Ehrenmitglied ist auch persönliches Mitglied, oder Vertretung eines korporativen Mitglieds.

§ 4
Rechte und Pflichten der Mitglieder

4.1 In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied eine Stimme. Stimmübertragung ist unzulässig.
4.2 Alle Mitglieder des Vereins haben das Recht, an der Mitgliederversammlung und Vereinsveranstaltungen teilzunehmen.
4.3 Mitglieder sind verpflichtet:
4.3.1 die Ziele des Vereins nach besten Kräften zu fördern,
4.3.2 die in der Mitgliederversammlung festgesetzten Beiträge zum Zahlungstermin zu entrichten. Kommt ein Mitglied seinen Zahlungsverpflichtungen innerhalb zwei Monaten nicht nach, so wird der Beitrag schriftlich angemahnt. Mahnkosten können berechnet werden.

§ 5
Beginn und Ende der Mitgliedschaft

5.1 Die Aufnahme in den Verein ist schriftlich zu beantragen.
5.2 Mitglied des Vereins kann jede volljährige Person werden. Der Antrag soll den Namen, das Alter, den Beruf und die Anschrift des Antragstellers enthalten.
5.3 Die Mitgliedschaft endet:
5.3.1 durch Tod
5.3.2 durch Austritt. Der Austritt eines Mitgliedes ist nur zum Ende des Kalenderjahres möglich. Er erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand unter Einhaltung einer Frist von 3 Monaten.
5.3.3 durch einvernehmliche Aufhebung der Mitgliedschaft.
5.3.4 durch Ausschluss.
5.4 Der Ausschluss erfolgt:
5.4.1 wenn das Mitglied trotz zweimaliger Mahnung den fälligen Beitrag nicht bezahlt.
5.4.2 bei grobem oder wiederholtem Verstoß gegen die Satzung oder die Interessen des Vereins
5.4.3 aus sonstigen, schwerwiegenden, die Vereinsdisziplin berührenden Gründen.
5.5 Eine Vertretung des/der Betroffenen durch einen Rechtsanwalt oder sonstigen Beistand ist nur zulässig, wenn vorher ein Gespräch zur Klärung des Sachverhaltes gescheitert ist.
5.5.1 Der Vorstand kann bestimmen, dass der Ausschluss sofort oder erst durch Bestätigung der Mitgliederversammlung wirksam wird.
5.5.2 Gegen den Beschluss des Vorstandes ist die Berufung der Mitgliederversammlung statthaft. Die Berufung muss innerhalb eines Monats nach Zugang des Ausschließungsbeschlusses schriftlich beim Vorstand erfolgen. Bei der nächsten Mitgliederversammlung entscheiden die Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit über den Ausschluss, nachdem dem betroffenen Mitglied zuvor Gelegenheit gegeben wurde, zu den Vorwürfen vor der Versammlung Stellung zu nehmen.

§ 6
Aufnahmegebühr, Beiträge

6.1 Der Verein erhebt zum Bestreiten seiner Kosten und für die Verfolgung des Vereinszwecks, von den Mitgliedern einen Jahresbeitrag, dessen Höhe die Mitgliederversammlung festlegt.
6.2 Bei Austritt besteht kein Anspruch auf Rückzahlung des Jahresbeitrages.

§ 7
Organe des Vereins

7.1 Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

§ 8
Mitgliederversammlung

8.1 Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Vereins. Sie tritt als Jahreshauptversammlung oder sonstige Mitgliederversammlung zusammen. Die Tagesordnung der Mitgliederversammlung bestimmt der Vorstand. Dringlichkeitsanträge sind in allen Mitgliederversammlungen möglich. Die Mitglieder sind unter Bekanntgabe der Tagesordnung und unter Einhaltung einer Frist von 4 Wochen schriftlich einzuladen.
8.2 Die Jahreshauptversammlung hat einmal jährlich stattzufinden. Allerdings muss in der Mitte eines jeden Semesters eine Mitgliederversammlung stattfinden. Der Vorstand kann eine sonstige Mitgliederversammlung auch zu jeder anderen Zeit einberufen.
8.3 Eine Mitgliederversammlung ist vom Vorstand innerhalb von 4 Wochen zum nächstmöglichen Termin einzuberufen, wenn ein Viertel der stimmberechtigten Mitglieder dies unter Angabe der Gründe schriftlich vom Vorstand verlangt.
8.4 Anträge zur Tagesordnung kann jedes Mitglied schriftlich an den Vorstand richten. Wird ein Antrag vom Vorstand nicht berücksichtigt, so kann dieser durch einfache Stimmenmehrheit der Mitgliederversammlung auf die Tagesordnung gesetzt werden.
8.5 Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen beschlussfähig. Satzungsänderungen oder Auflösung des Vereins können jedoch nur beschlossen werden, wenn mehr als ein Drittel der stimmberechtigten Mitglieder erschienen sind. Die Mitgliederentscheidung erfolgt mit einfacher Stimmenmehrheit, sofern die Satzung nichts anderes verlangt. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.
8.6 Zweidrittelmehrheit der Anwesenden ist erforderlich:
8.6.1 zur Satzungsänderung.
8.6.2 zur Aufnahme von Dringlichkeitsanträgen auf die Tagesordnung, die erst in der Mitgliederversammlung gestellt werden.
8.7 Dreiviertelmehrheit der Anwesenden ist erforderlich:
8.7.1 zur Auflösung des Vereins
8.8 Bei der Errechnung von Stimmenmehrheiten werden Enthaltungen nicht mitgerechnet
8.9 Die Wahl der Vorstandsmitglieder erfolgt öffentlich, wenn nicht ein Mitglied der Mitgliederversammlung geheime Abstimmung verlangt.
8.10 Über jede Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu führen, aus der mindestens die gefassten Beschlüsse klar hervorgehen müssen Das Protokoll muss von zwei Vorstandsmitgliedern und dem Protokollführer unterzeichnet werden. Das Protokoll ist den Mitgliedern binnen eines Monats schriftlich zur Kenntnis zu geben.

§ 9
Aufgaben der Mitgliederversammlung

9.1 Die Aufgaben der Mitgliederversammlung sind:
9.1.1 die Wahl des Vorstandes
9.1.2 die Wahl einer/s Kassenprüferin/s, die/der nicht zum Vorstand gehört
9.1.3 Beschlussfassungen über Satzungsänderungen
9.1.4 Beschlussfassungen über Anträge der Mitglieder
9.1.5 Beschlussfassungen über Mitgliedsbeiträge
9.1.6 Entgegennahme des Jahresberichtes des Vorstandes und des Berichts des/der Schatzmeisters/meisterin
9.1.7 Entlastung des Vorstandes
9.1.8 Ausschluss von Mitgliedern

§ 10
Vorstand

10.1 Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern, wovon eines Vorsitzende/r, eines Stellvertreter/in und eines Kassenwart/in ist. Alle werden durch die Mitgliederversammlung gewählt.
10.2 Mindestens zwei dieser Vorstandsmitglieder vertreten den Verein gemeinsam gerichtlich und außergerichtlich im Sinne des Paragraphen 26 BGB.
10.3 Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Die Wiederwahl der Vorstandsmitglieder ist möglich. Der/die Vorsitzende wird von der Mitgliederversammlung in einem besonderen Wahlgang bestimmt. Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amtszeit im Amt, bis Nachfolger gewählt sind.

§ 11
Das Geschäftsjahr

11.1 Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

§ 12
Beschluss der Auflösung

12.1 Der Beschluss der Auflösung kann nur nach rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefasst werden.
12.2 Bei der Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seiner steuerbegünstigten Zwecke wird das Vermögen des Vereins für einen gemeinnützigen, sozialen Zweck gespendet. Hierüber entscheidet die Mitgliederversammlung. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.

§ 13
Inkrafttreten der Satzung

13.1 Diese Satzung wurde in der Mitgliederversammlung am 20.10.2007 beschlossen und tritt hiermit in Kraft.